Funktionskleidung ist nebensächlich!

Laufen, Joggen in der Natur
Hallo Uwe hier,
bei diesem herrlichen Frühlingswetter kommt so richtig Lust auf, sich im Freien aufzuhalten und zu bewegen.
Schaut man sich die Pölsterchen im Spiegel an, die sich über den Winter um Hüfte und Bauch gelegt haben, möchte man am liebsten gleich die Jogging-Schuhe anziehen und loslaufen.
Laufen ist die klassischste aller Sportarten, die man im Freien ausüben kann. Zudem ist Laufen mit nur wenig Vorbereitung und organisatorischem Aufwand jederzeit machbar. Deshalb ist Laufen auch die Sportart Nummer Eins für Abnehmwillige.
Wenn man ein paar wenige Regeln beachtet, ist das Joggen selbst für übergewichtige Anfänger kein Problem. Im Gegenteil, durch die einfache Steigerungsmöglichkeit beim Laufen, ist es jedem möglich anzufangen und sich nach eigenem Wohlbefinden zu steigern.
Ein paar einfache Regeln sollte man allerdings beachten:
Outfit ist vollkommen unwichtig. Klar, die moderne Funktionskleidung hat Vorteile gegenüber herkömmlichen T-Shirts – geringeres Gewicht, höhere Luftdurchlässigkeit und das raschen Trocknen – aber ein einfaches Shirt tut es für den Anfang allemal auch.
Wichtig und unverzichtbar sind dagegen adäquate Laufschuhe. Sie müssen beim Auftreten das zwei- bis Dreifache des Körpergewichts aushalten. Nur der richtige Sitz der Laufschuhe gewährleistet, dass die Gelenke bestmöglich geschützt werden. Wer sich bei der Auswahl nicht sicher ist, sollte in ein Fachgeschäft gehen und sich die Schuhe nach einer Laufanalyse aussuchen lassen. Wichtig ist, dass die Sohlen dick genug sind und über ausreichend Polster und Federung verfügen.
Vor dem Laufen denken Viele ans Aufwärmen. Im Prinzip ist es nicht erforderlich sich extra aufzuwärmen. Man läuft einfach locker und langsam los und steigert erst nach einigen Hundertmetern das Tempo auf seine normale Laufgeschwindigkeit. Zum Ende hin macht man es gerade umgekehrt, die letzten Meter nimmt man das Tempo wieder raus und läuft langsam aus.
Immer wieder taucht im Zusammenhang mit der Laufvorbereitung die Frage auf: „Soll ich mich vor dem Laufen Dehnen?“ Grundsätzlich ist Dehnen vor dem Laufen nicht erforderlich. Allerdings gibt es auch hierfür – wie für Vieles im Leben – keine klare und alleingültige Regel. Wer sich wohler fühlt, wenn er die Muskulatur vor dem Loslaufen durch kurze Dehnübungen anspricht, sollte das tun – ich mache das auf jeden Fall so und fühle mich gut dabei.
Experten raten, sich nicht gleich die Ohrstöpsel ins Ohr zu stecken und sich beim Laufen von Musik beschallen zu lassen. Man sagt, Anfänger sollte erst ihren eigenen Lauf-Rhythmus finden, bevor sie sich von den Rhythmen der Musik leiten lassen. Ich meine allerdings, wenn einem das Joggen so schwer fällt, dass man beim Loslaufen schon daran denkt, welche gewaltige Strecke noch vor einem liegt und sich beim Laufen auch immer wieder mit der Vorstellung des Restweges quält (mir geht das so), sollte man sich von Anfang an durch seine Lieblingsmusik ablenken lassen.
Die wichtigste Lauf-Regel ist jedoch, sich nicht selbst zu überfordern! Man sollte nur so schnell laufen, dass man sich noch – ohne außer Atem zu geraten – unterhalten kann, dann läuft man im aeroben Bereich, der zugleich die Fettverbrennung begünstigt. Wer so läuft, braucht auch keine Pulsuhr, der Körper wird nicht überfordert und hat keine Probleme seinen Sauerstoffhaushalt zu regulieren.
Ganz Ungeübte können auch mit dem Walking einsteigen. Trainiert wird dann in Interwallen. Auf fünf Minuten Walking folgt eine Minute Joggen. Wochenweise kann dann der Laufanteil innerhalb der Interwalle gesteigert werden, bis man irgendwann komplett auf die Walkingabschnitte verzichten kann.
Bleibt noch die Frage, wie oft man Laufen sollte: Anfangs sind zwei Laufeinheiten in der Woche ausreichend, damit der Körper eine relativ lange Regenerationsphase bekommt. Mit steigender Fitness und aufkommendem Spaß am Laufen, sind drei Läufe pro Woche sinnvoll, wobei immer mindestens ein Regenerationstag zwischen den Läufen liegen sollte.
Wer die wenigen Regeln und Empfehlungen beherzigt und keine gesundheitlichen Probleme hat, die das Laufen ausschließen, kann ohne Bedenken mit dem Joggen beginnen.



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Stimmt, mein 17jähriger Sohn hat mir bewiesen, wie schnell mit Laufen abzunehmen ist. Er hat mit Laufen seinen Körper geformt und sieht jetzt super gut aus. Innerhalb von drei Monaten waren 24 Kilogramm bei ihm weg. Trotzdem wehrt sich mein Inneres gegen Sport oder schleicht drum herum wie die Katze um den heißen Brei. Nicht gut für mich. Gibt es einen Schalter, mit dem ich diesen “Schweinehund” abstellen kann? Nun ja, aber immerhin wird das Gewicht jetzt durch die bessere Ernährung langsam weniger. Vielleicht kommt das mit dem Laufen auch noch.
Hallo Uwe,
ich finde den Artikel sehr einfach und gut geschrieben. Er ist einfach zu verstehen, aber auch sachlich genug gehalten.
Die Tipps sind auch gut angebracht. (beispiel mit den Laufschuhen)
Mach einfach weiter so.
Gruß Ute
Hallo Ute,
vielen Dank für deinen Kommentar. Wie ist das bei dir, joggst du oder walkst du eher?
Liebe Grüße
Uwe
Hallo Monika,
dass Laufen hilft abzunehmen ist bekannt, dass es aber so extreme Auswirkungen haben kann wie bei deinem Sohn, ist allerdings außergewöhnlich.
Ich denke, Laufen hat viel mit Einstellung zu tun! Ich laufe, wenn ich mich wirklich dazu entschlossen habe etwas zu verändern. Und wenn ich laufe, betätige ich mir, dass ich etwas tue – es hat also einen doppelten Effekt, körperlich und mental.
Wenn du Probleme mit dem Anfangen hast, beginn doch erst mal mit dem Walken und genieße dabei die Natur. Ich bin sicher, das Bewegen in der freien Natur wird dir bald sehr große Freude bereiten. Nach einer gewissen Zeit fängst du dann an kurze Laufabschnitte in deinen Walking-Lauf einzubauen. So kannst du deinen Einsatz steigern oder auch wieder herunterregeln, gerade so wie du dich gut fühlst.
Liebe Grüße
Uwe